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| | form+zweck 13 Fünf Ebenen eines Augenblicks:
Ausbeutung
Wenn das Werkzeug die Gattung sichert: Ist daraus nicht etwas übers
Werkzeug zu lernen (und lernen heißt befürchten), anstatt immerfort sich auf den
Bauch zu klatschen in der Illusion, mensch habe Werkzeug erfunden als Prothese für
den aufrechten Gang? Was mit dem Werkzeug beginnt, ist die Geschichte der
Verwerkzeuglichung des Menschen, seiner Ausbeutung (Einbeutung, hat jemand Brecht
zugeflüstert, müßte es heißen). Nichts Sieghaftes ist am Werkzeug,
an ihm wird die Unterwerfung und das Einschwingen des Einzelnen in den
gattungsgeschichtlichen Zusammenhang manifest. Aber die Ausgebeuteten kennen
das Werkzeug, die Scheiße, die sich durch sie selbst bewegt, sie kennen die Kraft, es
nichtig zu finden. Daß sie aus/eingebeutet sind, macht ihre Distanz zum Werkzeug aus,
damit sie es sehen können in seinem Eigenwert (seiner Zufälligkeit). Sie sind
jene Privilegierten, denen noch der Kapitalismus eingebleut hat (zum besseren
Verständnis): ›Es gehört Dir nicht!‹
Fraktal Jörg
Petruschat
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