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| | form+zweck 13 - Fünf Ebenen eines
Augenblicks: Fürsorge
» Das Haus ist ein Haus für die Familie, es ist da, um die Kinder und
Männer zu beherbergen, um sie an einem für sie geschaffenen Ort festzuhalten,
um ihre Verirrungen einzuschränken, um sie von ihren Abenteuer- und
Fluchtgedanken abzulenken, die ihnen seit Anbeginn eignen. Wenn man an dieses Thema
herangeht, ist es das Schwierigste, das glatte und widerstandslose Material zu erfassen,
nämlich das Denken der Frau, das um den Irrwitz des Haushalts kreist. Auf der Suche
nach einem Verbindenden, das Kinder und Männer zusammenführt.
Der Ort der Utopie ist das von der Frau geschaffene Haus, dieser Versuch, dem sie
nicht widersteht: die Ihren nicht für das Glück, sondern für die Suche
nach ihm zu interessieren, als ob der Sinn der Unternehmung in dieser Suche
bestünde und man den Vorschlag dazu nicht entschieden zurückweisen
dürfte, da sie doch allgemein ist. Die Frau sagt, man müsse diesem
außerordentlichen Interesse für das Glück mißtrauen und es
gleichzeitig verstehen. Sie glaubt, das werde die Kinder dazu bringen, später nach
glücklichen Lebensumständen zu streben. Das ist es, was die Frau, die Mutter
will: das Kind dazu bringen, sich für das Leben zu interessieren. Die Mutter weiß
daß das Interesse für das Glück der andern das Kind weniger
gefährdet als der Glaube an das eigene Glück. …
Es gibt Frauen, die mit dem Haus nicht zu Rande kommen, ungeschickte Frauen, die es
überfrachten, überladen, die seine Öffnungen nach außen
verstopfen, die sich vollkommen täuschen und nicht dafür können, die das
Haus unbewohnbar machen, so daß die Kinder mit fünfzehn daraus fliehen, wie
wir geflohen sind. Wir fliehen, weil das einzige Abenteuer jenes ist, das von der Mutter
vorgesehen war ...
weiter im Text von Marguerite Duras unter Kondition
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