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| | form+zweck 13 Fünf Ebenen eines Augenblicks:
Fähigkeit
» Es war einmal ein rechtschaffener Mann, der von seinem Freund ein
Stück Stoff geschenkt bekommen hatte, aus dem man einen Anzug machen konnte.
Er konnte sich keinen Schneider leisten, aber einer, der vorgab, Schneider zu sein, kam zu
ihm und bot an, den Anzug umsonst zu schneidern. Der Mann gab ihm den Stoff. Einige
Tage danach kam der Schneider mit dem Anzug zurück. Der Mann probierte ihn an.
Ein Ärmel war zu lang, der andere zu kurz, die Seiten waren verdreht und der Saum
ungleichmäßig, rechts war der Kragen weit und links war er eng, die Hosenbeine
waren verdreht. ›Was ist das für ein Anzug?‹ fragte der Mann
entsetzt. ›Wo ist das Problem?‹ entgegnete der Schneider. ›Wo
der Ärmel zu lang ist, streckst du einfach deinen Arm aus und hälst die Schulter
unten. Wo er zu kurz ist, ziehst du den Arm ein und die Schulter nach oben. Wo die Seiten
verdreht und der Saum ungleichmäßig sind, drehst du beim Gehen einfach
deinen Oberkörper zur Seite. Beim Kragen drehst du einfach deinen Nacken die ganze
Zeit nach rechts, dadurch wird der Kragen links weiter und liegt rechts besser an. Wo die
Hosenbeine nicht passen, verdrehst du einfach deine Beine in einer Linie mit der
Naht.‹ Der rechtschaffene Mann mit bescheidenen Mitteln folgte den
Anweisungen seines Schneiders. Als er bis zur Unkenntlichkeit entstellt die Straße
hinunterlief, sahen ihn die Leute verwundert, mitleidig oder peinlich berührt an.
›Schau dir diesen armen Teufel an‹, sagte ein Passant zum andern.
›Er muß die verdrehteste, entstellteste und häßlichste Kreatur auf
der Welt sein.‹ ›Du mußt aber zugeben‹, erwiderte der
andere nachdenklich, ›daß er wohl den besten Schneider der Welt hat.‹
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Fraktal Hanan Ashrawi
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